Das Internet Radio

Einige unserer werten Leser erinnern sich sicherlich noch daran auf UKW und Mittelwelle nach dem passenden Sender für die Fußball Europapokalspiele am Mittwochabend zu suchen und darauf zu hoffen, zwischen dem gaRemote-Supportnzen statischen Rauschen auch den einen oder anderen Spielzug oder sogar einen Zwischenstand zu hören. Die jüngeren unserer Leser können sich dies wahrscheinlich gar nicht mehr vorstellen. Heute ruft man einfach seine Hörlisten im „Streaming on Demand“ oder hört im Internet seinen Lieblingsradiosender. So muss man auch im Urlaub am Strand auf „Heute im Stadion“ am Samstagnachmittag nicht verzichten.

Mit dem Internet kam für die Radiostationen eine komplett neue Freiheit. Mit der modernen Technologie war es den Sendern möglich ein Publikum weit außerhalb ihres normalen Sendegebietes zu erreichen und somit natürlich auch die Einnahmen durch die Werbepartner zu erhöhen.

Das Internetradio hat aber auch viele kleinen Stationen zum Leben erweckt, welche dank des Streamings oftmals Nischenprogramme entwickelten, welche aufgrund der relativ hohen Kosten eines normalen Radiosenders nicht zu realisieren waren.

Prinzipiell kann jeder der über einen Internetanschluss verfügt seinen eigenen Radiosender starten. Mittels HTTP oder spezieller Streaming-Protokolle werden die Sendungen live in alle Welt übertragen.

Internet Radio – Alles was Recht ist

Das Problem beim Internetradio ist, dass auch hier kein rechtsfreier Raum vorliegt. Man kann nicht einfach seine Lieblingssongs nehmen und in die Welt streamen. Die meisten Lieder sind natürlich urheberrechtlich geschützt und dürfen nur für den eigenen Privatbereich verwendet werden.

Wer ausschließlich eigenes Material oder GEMA-freies sendet braucht sich um relativ wenig zu sorgen. Allerdings darf der Sender nicht kommerzielle Zwecke verfolgen. Wer über 500 Hörer in seinem Stream hat muss seinen Server in Deutschland bei der jeweiligen Landesmedienanstalt anmelden. Viele kleine Sender (zum Beispiel Schulsender) gehen nur für wenige Stunden täglich online oder werden nur aus Hobbygründen betrieben.

Mittlerweile haben die „Streaming on Demand“ Dienste bei denen jeder sein eigenes Programm zusammenstellt das Internetradio überholt. Laut Statistik gab es monatlich im Jahr 2015 etwa 60 Millionen Radiostreaming Sessions.

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